(1)rudolpha zeigt sich andächtig.



Ich habe die Musik voll aufgedreht.
Nunja nicht voll, aber so laut wie ich es für diesen Moment benötige.
Bei lauter Musik, die nicht nur hörbar, sondern durch ihre Bässe auch fühlbar wird, habe ich immer das Gefühl, dass ich durch eine akustische Wand laufe. Wenn ich in diese eintrete und sie damit durchdringe, füllt sie jede Faser meines Körper aus. Dieser Zustand ist dann zueinem befreiend, da in diesem Augenblick nur die Musik da ist, welche alle Gedanken umschwärmt und sie einlullt.
Zum anderen ist dieser Zustand auch bedrückend, da du der Musik nicht entkommen kannst. Sie bedrängt dich von allen Seiten, geht in dich hinein und durchströmt deinen Körper.

Diese Gegensätze in unserer Gefühlswelt machen unser emotionales Leben doch erst aus. Es ist immer ein Zusammenspiel. Nur selten steht ein Gefühl für sich allein.
Meist lebt es in der Gemeinschaft. Im Kontrast zu seinen Gegenspielern.
Diesen Kontrast findet man auch in unserer Persönlichkeit.
Äußeres Ich vs. Inneres Ich.
Der Stolze kann sich in Wahrheit schwach und unnütz fühlen.
Der betont Selbstbewusste trägt hinter seiner Mittelpunktsucht, ein stark angeknackstes Selbstwertgefühl.
Der harte, nach außen rational wirkende Typ, hat vielleicht ein emotinaleres Innenleben als man selbst.
Ich denke das die ganze äußere Fassade dann aber oft garkein bewusstes Verstellen ist, sondern eher ein unbewusster Selbstschutz. Wir wollen uns selbst nicht so sehen. Unser Gesicht vor uns selbst nicht verlieren.



Auch wenn es und gelingt unsere Umwelt zu blenden, gibt es einen der dahinter schaut.
Gott kann sehen was wirklich in uns steckt.
Der Versuch im Gegensatz zu leben um das Wirkliche zu verstecken, wirkt dabei auf einmal lächerlich. Wie ein Kind das sich die Augen zuhält und denkt: Ich kann euch nicht sehn, also könnt ihr mich nicht sehn.
Er sieht alle Abgründe unsere Seele und liebt uns. Das ist einfach unverständlich.
Sich dabei begreiflich zu machen, dass er genau meine Person liebt und nicht nur das Abstraktum der gesamten Menschheit ist für mich manchmal noch viel unverständlicher.


Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen.
Für die Menschen ist wichtig was sie mit den Augen wahrnehmen können;
ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.

1.Samuel 16,7


Für mich ist es immer wieder gut zu erfahren, dass ich bei Gott so angenommen bin wie ich bin.
Manchmal versuche ich sogar ihn zu blenden und merke es garnicht wirklich.
Aber das ist nicht schlimm, er schaut einfach darüber hinweg.
Ich hoffe ich werde immer mehr lernen in der damit verbundenen Freiheit zu leben. In der Freiheit mich so zu akzeptieren wie ich bin, vielleicht auch zu akzeptieren das ich nunmal ein kleiner Blender bin.

19.10.09 21:22
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pure Coincidence / Website (23.10.09 10:52)
I you!
War endschön dich mal wieder zu sehen :]

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