generationskonflikt



Bis Gestern war der Vater meiner Mitbewohnerin zu Besuch. Und wie das mit Vätern so ist, einmal da, werden sie gleich damit beauftragt die Liste aller angefallenen zu reparierenden Gegenstände der Wohnung abzuarbeiten. Natürlich machen Väter so etwas gerne und es wird sich gleich an die Arbeit gemacht. Diesmal war es die große Eckcouch bei der irgendwas in der Ecke gebrochen war. Dieser Schaden gab den Anlass sich negativ über mein Lieblingseinrichtungshaus IKEA zu äußern. Jedenfalls soweit ich dies verstehen konnte, da der Vater meiner Mitbewohnerin starkes Schwäbisch gesprochen hat. Herraushören konnte ich aber(unter viel schs wie z.B. bei Fenschter statt Fenster), dass die Qualtität bemängelt wurde.

Nunja man muss sagen, dass er damit garnicht so unrecht hatte. Die Möbel von Ikea halten nunmal nicht ein Leben lang. Das Ding ist nur, dass unsere Generation keinen Anspruch mehr ewiglebende Möbelstücke hat. Wir wollen nur so lange Qualität bis es Zeit wird dem neuesten Trend nachzugehn und zu renovieren. Möbel die kaputt gehen sind dabei also eher ein willkommender Grund um Geld in die vielleicht doch nicht wirkliche gebrauchte Generalüberholung seiner Wohnung zu stecken.
Genauso ist es mit Klamotten. Mein Oma sponsort ein neues Kleidungsteil mit der Bedingung, dass es nicht von H&M kommt, da dort die Qualität nicht stimmt. Da hat sie Recht. Aber möchte ich den überhaupt das ich die Jacke auch noch in 10 Jahren tragen kann, wenn es die Figur zulässt. Nicht unbedingt. Kleidung die abwetzt, Fäden lässt und die Farbe verliert gibt uns doch die Legitimation shoppen zu gehn. Also die Möglichkeit die neuste Mode zu tragen, seiner Persönlichkeit neu Ausdruck zu geben und sich auch etwas zu gönnen.
Gut H&M-Klamotten lassen manchmal schon Fäden nach dem ersten tragen, aber das ist ein anderes Thema. Unsere Generation ist also durch und durch schnelllebing, ob bei Trends, Bezeihungen oder auch nur Fastfood. Aber brauchen wir deshalb keinen Bestand?

Gott ist derselbe und auch immer der ganz andere.
Ich kann zu ihm kommen, wenn ich vor lauter neu aufkommenden Dingen keine Beständigkeit mehr habe.
Aber genauso ist er für mein schöpferisches Ich da, dass die Welt immer neu sehen und verstehen möchte.
Und manchmal gibt er mir das, was ich überhaupt nicht von ihm erwartet habe.
Er ist Vater, Retter, Richter, Schöpfer und Freund.
Er ist das was die Welt mir nicht geben kann.

25.10.09 18:14
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pure Coincidence / Website (26.10.09 09:24)
Haha - ich musst mir gerade unweigerlich den schwäbischen Superheimwerker vorstellen :D


inöös / Website (24.11.09 23:16)
hej juliaaaaaaaaaaaaaa!
ich liebe deine blog, ich liebe deine fotos und ich liebe deine künstlerische art! einfach hammer! ich will mehr davon sehen!!!
du bist ein lesezeichen geworden, damit ich immer ma wieder reinschaue!
1000 lg aus freiburg!

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